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CSS Browserweichen

Mit einer CSS Browserweiche lassen sich durch bestimmte Browser unzulänglich gerenderte Internetseiten zu einer korrekten Präsentation von Inhalten bewegen. Auch wenn der Einsatz dieser browserspezifischen Anpassungen des Stylesheets nach Möglichkeit vermieden werden sollte, lässt sich ihr Einsatz nicht immer vermeiden. Ein Ausschluss von Benutzern aufgrund der durch diese eingesetzten Browseranwendung ist in jedem Fall inakzeptabel.

Stellen bestimmte Browseranwendungen ein Seitenlayout nicht so dar, wie es andere – etwas näher an den Standards orientierte Browser – vermögen, so wird rasch in die Trickkiste gegriffen und für die entsprechende Anwendung die passende Sonderbehandlung eingebaut. Über die Notwendigkeit von Browserweichen zur Korrektur des Layouts von Internetseiten lässt sich trefflich streiten. Im Grunde kommt man bei der technischen Realisierung des Webdesigns – eine ordentliche Struktur beim genutzten HTML-Code vorausgesetzt – bei einfachen Layouts auch ganz gut ohne solche Techniken aus. Müssen allerdings zahlreiche Bildelemente exakt positioniert werden, so kommt man oft nicht um eine CSS Browserweiche herum. Dennoch sollten bei der Umsetzung des beim Webdesign erarbeiteten Seitenlayouts möglichst wenige dieser Sonderfälle zur Anwendung kommen.

Gerade bei aktuellen Versionen von Internet Explorer, Firefox und Co. sollte das Layout – sowohl die Struktur der HTML-Datei als auch das Stylesheet – so beschaffen sein, dass keine Sonderbehandlungen für diese Browser mehr nötig sind. Aktuelle Browser, ja sogar der IE 8, verhalten sich mittlerweile recht pflegeleicht und setzen – vorausgesetzt man investiert in die Erstellung des Seitentemplates genügend Gehirnschmalz – CSS-Angaben recht ordentlich um. Im Zweifelsfall sollte statt der CSS-Angaben eher die HTML-Struktur angepasst werden um eventuelle Fehler auszubügeln. Dieses Vorgehen – und der damit verbundene Mehraufwand bei der Homepage-Erstellung – kann sich langfristig auszahlen. Schließlich nähern sich alle Browseranwendungen – wenn auch langsam – zunehmend an die geltenden Standards an. Die Wahrscheinlichkeit, dass zu einem späteren Zeitpunkt – wenn wieder einmal eine neue Browserversion ansteht – im Zuge der Homepage-Pflege Anpassungen am Template vorzunehmen sind, wird hierdurch geringer. Grundsätzlich gilt: je näher man sich an den geltenden Webstandards orientiert, desto weniger Aufwand muss später bei der Betreuung der Website betrieben werden.

Lediglich bei älteren Browserversionen sind CSS Browserweichen bisweilen unverzichtbar. Abgesehen davon, dass man davon Abstand nehmen sollte eine Website mit den üblichen Ausführungen der Art „Diese Seite ist optimiert für IE6...” zu versehen – im Übrigen nicht gerade ein Zeichen für eine professionelle Internetseite – ist es nicht angebracht Seitenbesucher in zwei Gruppen aufzuteilen. Da gibt es dann jene, die die Homepage nutzen können und solche, denen dies aufgrund des verwendeten Browsers verwährt bleibt. Jedenfalls sollte man nicht aus reiner Bequemlichkeit auf Seitennutzer verzichten. Schliesslich wird ein Besucher sich wohl kaum wieder auf der Website blicken lassen, wenn er eine mit Darstellungsfehlern gespickte Seite vorfindet, die hierdurch schlicht undbedienbar ist – etwa weil Navigationselemente durch andere Seitenelemente verdeckt sind.

Da sich normalerweise das Webdesign derart umsetzen lässt, dass – nicht gerade steinalte aber dennoch – betagtere Versionen von Opera, Safari und die Mozilla-Varianten (einschließlich Netscape) ohne Extrawürste auskommen, sollte man zunächst ein Layout erstellen, welches sowohl auf diesen Browsern, als auch unter IE 8 gleichermaßen (und ohne Einsatz von Browserweichen) korrekt dargestellt wird. Mit dieser gesunden Ausgangsposition kann es an die Sonderbehandlung von älteren Versionen des IE – insbesondere in den Versionen 6 und 7 – gehen. Gerade der IE 6 kommt nach wie vor bei einem großen Teil der Internetnutzer zum Einsatz. Es wäre also keine gute Idee diesen recht großen Teil potenzieller Seitenbesucher zu vergrätzen. Ist ein solches Layout-Template ersteinmal erstellt, so ist der Einsatz von Conditional Comments die sowohl einfachste, als auch sicherste und zukunftsträchtigste Möglichkeit zur Implementierung einer Browserweiche für IE6 und IE7. CSS Browserweichen sind dann bestenfalls komplett vermeidbar.

  
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