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.htaccess zur Konfiguration des Webservers

Mittels der Datei .htaccess lässt sich das Verhalten eines Webservers für einen bestimmten Bereich festlegen. Anders als die serverweite Konfiguration, die etwa bei Shared-Hosting-Systemen nicht verändert werden kann, bietet sich hier eine Möglichkeit eine ganze Reihe von Einstellungen anzupassen, die sich sowohl auf die Sicherheit der Internetseite als auch auf die Website-Performance auswirken können.

Die htaccess-Datei ist die zentrale Anlaufstelle, wenn es um die Konfiguration des Webservers geht. Da die durch die meisten Websites genutzten Shared-Hosting-Pakete keine Anpassung der globalen Webserverkonfiguration erlauben, können hier zahlreiche Verhaltensrichtlinien festgelegt werden, die den Server zu einem bestimmten Verhalten bei der Auslieferung von Internetseiten und den darin enthaltenen externen Seitenelementen bewegen.

Zu nennen sind hier beispielsweise serverseitige Umleitungen – sogenannte Redirects –, die Anfragen an den Webserver auf andere interne oder auch externe URLs (auf einer anderen Domain) umleiten. Ruft ein Seitenbesucher eine derart umgeleitete Datei ab, so wird er automatisch an die Stelle verwiesen, an der das Dokument zu finden ist. Auch kann in dieser Datei ein Zugriffsschutz auf bestimmte Dateien oder ganze Verzeichnisstrukturen vergeben werden, der einen Zugriff durch unautorisierte Benutzer verhindert.

Neben sicherheitstechnischen Einstellungen kann auch das Verhalten bei der Auslieferung von Internetseiten für den (virtuellen) Webserver anbepasst werden. Das gilt zumindest dann, wenn die in der htaccess-Datei angegebenen Anpassungen durch die Server-Konfiguration berücksichtigt werden. Auch wenn viele Hosting-Anbieter derartige Änderungen erlauben, funktioniert es längst nicht in allen Fällen.

Die Angaben in htaccess wirken sich jeweils in der aktuellen – zum Zeitpunkt einer Anfrage an den Server – Version aus. Anders als bei der serverweiten Konfiguration, bei der nach jeder Änderung an den festgelegten Richtlinien ein Neustart des Webservers nötig ist, wird die htaccess-Datei bei jeder Anfrage eingelesen und ausgewertet. Dabei ist die Gültigkeit auf das jeweilige Verzeichnis, in der sie abgelegt ist, sowie in allen im Verzeichnisbaum darunter gelegenen Unterverzeichnissen beschränkt. Eine im Webserver-Root-Verzeichnis abgelegte htaccess-Datei vererbt also ihre Einstellungen auf alle darunter liegende Verzeichnisse.

Auf einem virtuellen Webserver allseits zu beachtende Einstellungen sollten also auch im Webserver-Root-Verzeichnis landen und alle Einstellungen enthalten, die bei jeder Anfrage an den Server zu beachten sind. Sollen sich dagegen bestimmte Einstellungen nur in einem begrenzten Bereich einer Homepage auswirken, so müssen diese auch im entsprechenden Verzeichnisbereich definiert werden. Dabei werden Angaben, die bereits in einer höheren Ebene festgelegt wurden, grundsätzlich durch die darunter liegenenden überschrieben.

Zur Reduzierung des Datenvolumens, die unter Umständen zu einer Steigerung der Website-Performance führt, kann in der htaccess-Datei angegeben werden, dass bestimmte Dateien in komprimierter Form ausgeliefert werden sollen. Dies kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: Zum Einen können die Dateien vorkomprimiert auf dem Webserver abgelegt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die, dass der Webserver die Dateien bei jeder Anfrage erneut komprimiert. Ob die Daten nun komprimiert oder unkomprimiert an den Client ausgeliefert werden sollen entscheidet der Webserver anhand der Fähigkeit des Browsers mit komprimierten Dateien umzugehen – wobei man sich nicht auf serverseitige Browserweichen verlassen sollte.

Übrigens lautet der korrekte Dateiname .htaccess. Auf die Datei kann – normalerweise – von außen nicht zugegriffen werden. Sie ist also nicht direkt abrufbar und kann von Anderen nicht eingesehen werden. Es ist eine normale Textdatei, die nur per FTP auf den Server kopiert wird – bei direktem Zugriff auf das System kann sie auch mit den üblichen Mitteln des Betriebssystems an die richtige Stelle bugsiert werden.

  
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