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HTTP Connections bei Mozillas

Bei Firefox und anderen Browsern auf Basis von Mozilla können Einstellungen bzgl. der maximalen Anzahl gleichzeitiger und gleichzeitig geöffneter Verbindungen ohne große Probleme umgestellt werden. Dabei muss nicht einmal – wie bei anderen Browsern – ein spezielles Programm zur Konfiguration oder ein bestimmtes Plugin genutzt werden. Statt dessen können die Werte direkt über die Browseranwendung eingestellt werden.

Es gibt Firefox-Plugins, mit deren Hilfe man die geichzeitig zu einem Webserver nutzbaren HTTP-Connections erhöhen kann. Die durch diverse Plugins realisierte Anpassung dieser Werte kann allerdings auch direkt mit Hilfe der Firefox-Konfiguration erledigt werden. Hierdurch muss ein Plugin weniger installiert werden, welches beim Starten des Browsers unnötig Zeit und Resourcen vergeudet – etwa weil während des Startvorgangs nach neueren Versionen gesucht werden muss.

Um die nötigen Einstellungen bezüglich der HTTP-Connections durchzuführen, muss zunächst einmal die Firefox-Anwendung – bzw. der Mozilla-basierte Webbrowser – gestartet werden. Nach dem Start gibt man in der Adresszeile „about:config”, gefolgt von der Eingabe-Taste ein. Kurz darau erscheint im Browserfenster ein Hinweis, der darauf aufmerksam macht, dass sich Änderungen an der Konfiguration negativ auf Stabilität, Sicherheit und Geschwindigkeit der Browseranwendung auswirken können. Diesen Hinweis nickt man kurzerhand ab, indem man auf den Bestätigungsbutton klickt.

Nun werden unterhalb der Bookmark-Leiste ein Eingabefeld mit der Bezeichnung Filter und darunter eine Liste mit den zur Verfügung stehenden Konfigurationseinstellungen angezeigt. Da wir nur einen Teilbereich der Einstellungen einsehen und auch ändern wollen, können wir die Sache durch Eingabe eines Filters, der nur die Optionen einblendet, welche benötigt werden, ein wenig übersichtlicher gestalten. Als Filter geben wir nun im zugehörigen Feld network.http.max ein, worauf alle anderen Einträge verschwinden und eine recht überschaubare Menge an Einträgen übrig bleibt. Die folgende Abbildung zeigt die Einstellungen zu den HTTP-Connection-Optionen, wobei die angegebenen Werte bei den unterschiedlichen Browserversionen unterschiedlich sein können. Während Firefox 2.x und Seamonkey bis zur aktuellen Version 1.1.14 beispielsweise die Standardwerte 24, 8, 4 und 2 vorgibt, sind diese bei Firefox seit Version 3 auf 30, 15, 8 und 6 eingestellt.

HTTP Connection einstellen
Abb. 1: HTTP-Connection – Maximale Anzahl bei Mozilla-Browsern festlegen

Nachdem wir nun alle nötigen Optionen sichtbar gemacht haben, werden die Standardwerte entsprechend angepasst, indem in der jeweiligen Zeile der zugehörige Wert abgeändert wird. Mittels Doppelklick auf der entsprechenden Zeile önet sich ein Dialog, in dem der neue Wert eingegeben werden kann. Hier dürfen ausschliesslich ganzzahlige Werte angegeben werden. Die hier anzugebenden Werte sollten nicht zu hoch gewählt werden, da sich hieraus negative Auswirkungen auf die Webserver der Anbieter der Internetseiten ergeben könnten. Das gilt zumindest für den Fall, dass die Anzahl der in die jeweilige Website eingebauten externen Elemente sehr hoch ist und nicht auf unterschiedliche Server verteilt angeboten wird. Als praktikabel haben sich die Werte aus der folgenden Tabelle erwiesen:

Einstellungsname Wert
max-connections (Anzahl der gleichzeitigen Verbindungen zu allen angesprochenen verschiedenen Servern)40
max-connections-per-server (Gleichzeitige Verbindungen zu einem bestimmten Server)20
max-persistent-connections-per-proxy (Gleichzeitig und dauerhaft geöffnete Verbindungen zu einem einzelnen Proxy)10
max-persistent-connections-per-server (Gleichzeitige Verbindungen zu einem bestimmten Server, die für mehrere Anfragen offen gehalten werden)10

Zu beachten ist an dieser Stelle, dass persistente Verbindungen – offen gehaltene und für eventuelle Folgerequests wieder genutzte Connection – nur dann genutzt werden, wenn auch die Option network.http.keep-alive eingeschaltet ist. Anderenfalls werden die Verbindungen zum Webserver nach jedem Request geschlossen und für die nächste Anfrage an den Webserver eine neue Verbindung geöffnet. Diese Option ist allerdings in den Standardeinstellungen der Mozilla-Browser normalerweise eingeschaltet. Überprüfen lässt sich dies, indem der Filter dementsprechend durch network.http.keep-alive ersetzt wird. Steht hier in der Spalte Wert ein „true”, so nutzt der Browser persistente Verbindungen.

Bitte beachten Sie, dass die hier genannten Einstellungen einen Breitbandanschluss – etwa über DSL – voraussetzen. Sollten Sie lediglich über eine 64kBit Modemanbindung verfügen – normaler ISDN- oder analoger Telefonanschluß –, so belassen Sie es bitte bei den vorgegebenen Werten, da die Erhöhung der HTTP-Connection-Maximalwerte eventuell zu einer Verlangsamung führen kann.

  
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