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GIF-Farbpalette und die Dateigröße

Mit dem GIF-Format lassen sich Bilder mit geringer Anzahl unterschiedlicher Farbwerte verlustfrei komprimieren. Aber auch wenn die durch ein Bild genutzte Farbpalette geringfügig größer ist, kann es nach Reduzierung der genutzten Farbwerte als GIF-Datei abgelegt werden. Gerade bei Bildern mit großen einfarbigen Flächen kann die Dateigröße deutlich reduziert werden.

Wie bereits erwähnt, können für das Internet vorgesehene Rastergraphiken, die lediglich über eine geringe Anzahl von unterschiedlichen Pixelfarbwerten verfügen, mit dem GIF-Format (Graphics Interchange Format) am kompaktesten kodiert werden. GIF-Bilder nutzen bei der Kodierung eine Palette von Farbwerten. Innerhalb der Rastergraphik wird den einzelnen Pixeln ein bestimmter Indexwert zugeordnet. Der eigentliche Farbwert dieses Pixels wird dann anhand des Indexwertes aus der Tabelle mit den indexierten Farben entnommen.

In einer Tabelle stehen die durch das Bild genutzten Farbwerte (3 Bytes; je ein Byte für die Farbanteile der Farben Rot, Grün und Blau, aus denen sich der Farbwert zusammensetzt). Diese werden mit einem Indexwert belegt, der aber nur acht, vier oder gar zwei Bits lang ist. Auf diese Weise wird, statt der direkten Angabe eines 24-Bit langen Farbwertes, zu jedem Pixel lediglich der Index des für ein bestimmtes Pixel anzunehmenden Farbwertes angegeben. Gegenüber den 24-Bit entsteht also Seitens des benötigten Speicherplatzes – sieht man vom für die Verwaltung des Formats nötigen Speicherplatz (z.B. zur Speicherung der Indextabelle) ab – vereinfacht gesehen eine Ersparnis von 16, 20 bzw. 22 Bit je in der Rastergraphik enthaltenem Pixel.

Im Gegenzug verzichtet man natürlich auf ein breites Farbspektrum – bei 8-Bit können damit nur 256, bei 4-Bit 16 und bei 2-Bit sogar nur zwei unterschiedliche Farben in einem GIF-Bild enthalten sein. Darüber hinaus werden die Indexdaten der Pixel nach häufig auftretenden Indexreihen untersucht und wiederum in ähnlicher Weise mittels eines Musterindex komprimiert.

Beinhaltet eine Rastergraphik nicht mehr als 256 unterschiedliche Farbwerte, so läuft diese Art der Bildkomprimierung sogar verlustfrei ab – es werden also keine im Originalbild enthaltenen Daten verworfen. Anders sieht es aus, wenn ein Bild mehr Farbwerte enthält: In einem solchen Fall werden die Farbwerte auf die bei der GIF-Kodierung gewählte maximale Anzahl an Farbwerten (256, 16 oder 2) reduziert und das Bild verliert an Qualität.

Auf den folgenden Seiten sollen einige Anwendungsszenarien anhand von Beispielen zeigen, dass die Entscheidung für oder wider dem Einsatz des GIF-Formats von allerlei Faktoren abhängt. Es gilt stets abzuwägen, ob die Qualität eines Bildes unter der GIF-Kodierung allzu sehr leidet. Auch sollte immer geprüft werden, ob die resultierende Bilddatei wirklich kleiner ist als im Falle einer JPG-Kodierung. Nur so kann das im jeweiligen Fall optimale Bildformat gefunden werden.

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