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Keine unnötigen Cookies

Durch das Senden von Cookies beim Abruf von Bildern oder anderen statischen Inhalten, welche diese Informationen nicht nutzen, wird der HTTP-Request-Header unnötig vergrößert. Deshalb sollten dynamisch generierte Seiten, die Cookies nutzen um daraus bestimmte Informationen zu extrahieren, grundsätzlich auf einem getrennten – ggf. virtuellen – Webserver abgelegt und die Gültigkeit der Cookies auf diesen beschränkt werden.

Wie bereits erwähnt, bedeutet jede einzelne Anfrage an einen Webserver, dass deren Bearbeitung einen gewissen Verwaltungsaufwand mit sich bringt, der sich negativ auf die Latenzzeit beim Aufruf einer Internetseite auswirkt. Hinzu kommt die Tatsache, dass allein der Request-Header einer Anfrage an den Webserver einige hundert Bytes lang ist. Benutzt die Website dann zu allem Überfluss auch noch Cookies, so kann der Request-Header (abhängig davon, wie umfangreich dieses Cookie ist) auch auf mehrere Kilobytes anwachsen. Einmal gesetzt, werden Cookies nämlich über den HTTP-Request bei jeder Anfrage an den Webserver im jeweiligen Request-Header der angefragten URL an den Server geschickt.

Cookies werden also über den Request-Header – in den meisten Fällen unnötigerweise – auch bei Abruf von statischen Bildern, JavaScript-Dateien oder Stylesheets an den Webserver gesendet. Aus diesem Grunde sollten übrigens auch statische Seitenelemente – wie beispielsweise Bilder, die nicht zur Markierung von Besuchern dienen (User-Tracking) – grundsätzlich nicht auf der selben (Sub-)Domain liegen, wie die dynamischen Komponenten einer Website. Darüber hinaus müssen Cookies ausschließlich auf die (Sub-)Domains beschränkt werden, auf denen sie auch benötigt werden.

Aufgrund der Gültigkeitsbeschränkung des Cookie auf eine bestimmte Domain oder auch Subdomain, wird also der Request-Header nicht unnötig aufgebläht, wenn er bei einem Aufruf nicht benötigt wird. Zu diesem Zweck können beispielsweise Subdomains angelegt werden, die ausschliesslich statische Inhalte – z. B. Bilder und JavaScript-Dateien – ausliefern. Auf diesen Subdomains haben Cookies, die im dynamischen Kontext unter der entsprechenden Domain definiert wurden, keine Gültigkeit und werden deshalb auch bei Anfragen an die für statische Inhalte vorgesehene Subdomain nicht in den Request-Header einbezogen.

Denkbar ist etwa die folgende Aufteilung: Dynamische Inhalte werden auf der Hauptdomain mit dem Namen „domainname.de” abgelegt. Hier läuft beispielsweise ein Content-Management-System, welches die einzelnen Seiten einer Website aus der Datenbank heraus generiert und bei dessen Nutzung Cookies gesetzt werden. Unterhalb dieser Domain liegt die Subdomain „static.domainname.de”, die ausschließlich statische Inhalte aus dem Filesystem ausliefert. Die Gültigkeit des Cookie der Hauptdomain muss nun so gewählt werden, dass dieser einzig und allein auf dieser nutzbar ist und eventuell vorhandene Subdomains ausschließt.

Aber auch die Registrierung spezieller Domains, die auf getrennten Rechnern gehostet werden und nur der Auslieferung von statischen – und gegebenenfalls vorkomprimierten – Dateien dienen, ist eine Möglichkeit. Bei einer solchen Lösung kann auch die Ausstattung der Server-Hardware optimal an den Nutzungszweck angepasst werden. Schliesslich benötigen Webserver zur optimalen Auslieferung von statischen Inhalten eine andere Hard- und Software-Konfiguration als solche, die ihre Inhalte dynamisch generieren müssen.














  
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