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Internet Explorer beschleunigen

Durch Anpassung der Anzahl der nutzbaren Connections kann die Internet Explorer Performance beschleunigt werden. Je mehr externe Elemente zur Darstellung einer Website nachgeladen werden müssen, desto deutlicher ist auch der Vorteil. Schließlich ist nicht nur die Zahl der gleichzeitig vom Webserver angeforderten Dateien größer. Auch die browserinterne Warteschlange fällt kürzer aus. Allerdings sollte man es auch nicht durch Angabe utopischer Werte übertreiben.

Nutzer von Mozilla-basierten Webbrowsern haben den Vorteil, dass sie tief in die Browsereinstellungen eingreifen können ohne gleich zu irgendwelchen Zusatzanwendungen greifen zu müssen. Auch lassen Firefox & Co. erheblich größere Freiheiten bei der Browserkonfiguration. So lassen sich beim IE zwar die Anzahl der gleichzeitig nutzbaren Connections festlegen, allerdings ist Pipelining mit dem Browser bislang noch nicht möglich.

Was die Anzahl der zugleich nutzbaren Connections angeht, so sind die Vorgabewerte beim IE im Vergleich zu den Standardwerten bzgl. der Connections bei Mozilla-Browsern recht niedrig. Diese stammen noch aus Zeiten, in denen die bei weitem größte Zahl der Internetnutzer noch per Modem ins Internet gingen. Heute steigen die Nutzerzahlen bei den Breitbandanschlüssen stetig und eine Anpassung – zumindest bei vorhandenem Breitband-Zugang (etwa DSL) – ist durchaus sinnvoll. Schließlich steigt die Anzahl der in Websites eingebauten externen Elemente und je zahlreicher die Bestandteile einer Internetseite sind, desto mehr profitiert die Performance des Browsers von zusätzlich nutzbaren Connections. Folgende Tabelle zeigt die Standardeinstellungen in Abhängigkeit zur bei HTTP-Anfragen verwendeten Protokollversion sowie der genutzten Internet-Anbindung.

Browserversion
des IE
gleichzeitige Connections
Modem Breitband / DSL
HTTP 1.0 HTTP 1.1 HTTP 1.0 HTTP 1.1
IE bis einschließlich 74242
IE 84266

Hier fällt auf, dass sich bis zur aktuellen Version des IE bei den Einstellungen für Modemzugänge nichts geändert hat. Das ist auch gut so, denn die Erhöhung der zugleich nutzbaren Connections wird hier aufgrund der Latenzzeiten und der eher langsamen Übertragungsgeschwindigkeit kaum dazu führen den Internet Explorer zu beschleunigen. Die Werte bei Nutzung des HTTP-Protokolls in Version 1.1 sind deshalb niedriger, weil hier persistente Connections verwendet werden, die nicht – wie in Version 1.0 üblich – nach jeder Anfrage an den Webserver geschlossen werden um danach für den Abruf der nächsten Datei eine neue Connection aufzubauen. Dieser Vorgang dauert länger als die Wiederverwendung einer bestehenden Connection.

Bei einem vorhandenen Breitband-Anschluss können die vorgegebenen Standardeinstellungen durch Einträge in der Windows-Registry verändert werden. Hierzu bedient man sich des Programms regedit.exe, das über Start->Ausführen und Eingabe von regedit – gefolgt von der Eingabetaste – gestartet werden kann. Hier hangelt man sich innerhalb des Registry-Baumes den Pfad HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Internet Explorer\Main\FeatureControl entlang und erzeugt die beiden Schlüssel FEATURE_MAXCONNECTIONSPER1_0SERVER und FEATURE_MAXCONNECTIONSPERSERVER, indem man mit der rechten Maustaste auf FeatureControl klickt und unter Neu->Schlüssel die beiden Schlüssel erzeugt.

Danach werden im jeweiligen Schlüsselpfad – wieder per Rechtsklick, diesmal aber im Fensterbereich rechts neben dem Schlüsselbaum – jeweils per Neu->DWORD-Wert ein Schlüssel-Werte-Paar mit dem Namen iexplore.exe angelegt (einfach den vorgegebenen Namen Neuer Wert #1 durch iexplore.exe ersetzen). Den zugewiesenen Einstellungswert ändert man jeweils durch einen Doppelklick auf iexplore.exe. Dabei sollten unter FEATURE_MAXCONNECTIONSPER1_0SERVER der Wert 14 (hexadezimal für 20) und unter FEATURE_MAXCONNECTIONSPERSERVER der Wert A für 10 gleichzeitige Connections angegeben werden. Größere Werte können zu unschönen Reaktionen seitens der Website-Betreiber führen und dürften kaum Vorteile bei der Internet Explorer Performance bringen.

Alternativ können die benötigten Einstellungen durch Doppelklick einer Registry-Datei durchgeführt werden. Hier werden die oben beschriebenen Schritte, die nötig sich den Internet Explorer zu beschleunigen, in einem Rutsch durchgeführt. Nachfolgend der Inhalt einer .REG-Datei, die unter einem beliebigen Namen in einer Datei mit der Endung .reg abgespeichert werden muss.

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Internet Explorer\Main\FeatureControl\FEATURE_MAXCONNECTIONSPER1_0SERVER]
"iexplore.exe"=dword:00000014
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Internet Explorer\Main\FeatureControl\FEATURE_MAXCONNECTIONSPERSERVER]
"iexplore.exe"=dword:0000000a

Hier werden die zuvor genannten Einstellungen vorgegeben. Einfach den Inhalt des Blocks kopieren und beispielsweise unter dem Dateinamen Connections.reg auf dem Dasktop speichern. Danach können die Einstellungen per Doppelklick auf die Datei und anschließender Bestätigung des darauf hin angezeigten Dialogs übernommen werden. Die .REG-Datei kann nach erfolgtem Import der Schlüssel wieder gelöscht werden. Über diese Einstellungen hinaus gibt es keine sinnvollen Möglichkeiten die IE Performance zu beschleunigen.

  
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