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Statisch und dynamisch

Bei der GZIP-Komprimierung von HTML-Code gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, mit deren Hilfe die Datenmenge von Internetseite reduziert werden können. Auch gibt es Unterschiede zwischen statischen und dynamischen Websites, die sich letzlich auch auf die Latenzzeit und somit auf die Nutzerfreundlichkeit der Seite auswirken.

HTML-Dateien enthalten normalerweise eine geringe Anzahl unterschiedlicher Zeichen, was dazu führt, dass im Zuge der Komprimierung die zur Unterscheidung der einzelnen Zeichen nötigen Bitzahlen reduziert werden können. Zudem zeichnen sich HTML-Seiten durch eine vorteilhafte Verteilung der genutzten Zeichen aus – einige Zeichen kommen besonders häufig vor und diese erhalten in der GZIP-internen Zeichentabelle besonders kurze Bitkombinationen – wodurch diese mittels GZIP-Kompression hervorragend komprimiert werden können.

Die vom Webserver ausgelieferten HTML-Dateien können grob in zwei vom Verarbeitungsprozess her unterschiedliche Typen eingeordnet werden. Da sind zum Einen statische Internetseiten, die direkt im Dateisystem des Servers abgelegt sind und durch diesen lediglich ausgelesen und ohne weitere Bearbeitung ausgeliefert werden. Zwar gibt es bestimmte Möglichkeiten in den Webserver integrierte Filter anzusprechen, die primär Ersetzungen im Quelltext vornehmen – beispielsweise Server Side Includes – oder die Daten anderweitig verändern, aber in den meisten Fällen werden die Textdaten eins zu eins verschickt.

Statische Internetseiten eigenen sich besonders zur komprimierten Auslieferung von Inhalten. Sie ändern sich eher selten und werden direkt im Dateisystem des Webservers abgelegt. Da sich aber selten Änderungen an diesen Dateien ergeben, können sie auch direkt in komprimierter Form abgespeichert werden. Im Prinzip verstehen alle Browser den Umgang mit komprimierten HTML-Dateien aber zur Sicherheit sollte eine komprimierte und eine unkomprimierte Dateiversion angeboten werden.

Mit Hilfe der .htaccess-Datei kann der Webserver angewiesen werden, dass er die komprimierte Datei nur dann ausliefert, wenn der Webbrowser ihm im HTTP-Request zu verstehen gegeben hat, dass er komprimierte Inhalte verarbeiten kann. Anderenfalls wird die alternative, unkomprimierte Datei an den Client verschickt. Diese Vorgehensweise verursacht die geringste Serverlast und sollte die erste Wahl sein.

Alternativ kann der Webserver dazu gebracht werden die Seiteninhalte vor deren Auslieferung mittels eines Filters, den die Dateien vor der Auslieferung passieren, automatisch gepackt werden. Der Nachteil ist allerdings, dass der Server zur Beantwortung einer Anfrage mehr Rechenzeit und demzufolge mehr Zeit zur Beantwortung eines Requests benötigt – in der er sich statt dessen mit der Beantworung einer anderen Anfrage beschäftigen könnte.

Als zweiten Typ sind dynamische Internetseiten zu erwähnen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass ein in einer Scriptsprache, wie beispielsweise PHP, programmiertes Script beträchtlichen Ausmaßes die Internetseite vor deren Auslieferung erst einmal zusammenstellt. Dynamische Websites verfügen meist über eine Datenbankanbindung über welche die Inhalte und teilweise auch die Seitenstruktur ausgelesen und zu einer HTML-Seite zusammen gestellt werden. Anwendungen dieser Art findet man zuhauf in Form von Content-Management-Systemen, Online-Shops, Blogs oder Communities.

Bei dynamisch generierten Internetseiten wird der Vorgang der Komprimierung meist durch die in der jeweils verwendeten Programmiersprache angebotenen Funktionen oder Methoden übernommen – wobei nicht unerwähnt bleiben soll, dass auch hier ein Filter des Webservers zum Zuge kommen kann. Allerdings kommt diese Möglichkeit eher selten zum Einsatz, da die nötigen Einstellungen nicht direkt bei der Konfiguration des dynamischen Systemes, sondern in der Webserverkonfiguration gemacht werden müssen. In solch einem Fall ist nicht der Webserver, sondern das zugehörige Scriptmodul für die Komprimierung der Website-Inhalte zuständig. Neben der Rechenzeit zur Zusammenstellung der HTML-Ausgabe des Scripts, welche Inhalt und Struktur der auszuliefernden Internetseite ausmacht, benötigt der Webserver zusätzlich Zeit für die nachgelagerte Komprimierung der Ausgabe.

Trotz ausgefeilter Caching-Strategien, die durch dynamische Systeme genutzt werden, ist eine soche Internetseite – in der selben Serverumgebung – stets langsamer als eine statische Seite. Allerdings erleichtern derartige Systeme die Wartung bzw. Pflege einer Website erheblich und ermöglichen auch jenen, die sich nicht allzu gut mit (X)HTML und Stylesheets auskennen, auf einfache Weise Inhalte zu veröffentlichen.

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