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Sprites? Nein Danke!?

Vielfach wird der Einbau von Sprites auf einer Website als kompliziert und relativ aufwendig beschrieben. Auch der Nutzen dieser Technik der Integration von Bildern in eine Website wird oftmals gerade bei wenig frequentierten Internetseiten bezweifelt. Dabei bieten Sprite-Graphiken in jedem Fall eine gute Möglichkeit zur Optimierung der Website-Performance.

Dass der Einsatz von Sprites in einer Website keine unüberwindbaren Hürden mit sich bringt, wurde auf den vorherigen Seiten deutlich. Aber auch die weit verbreitete Meinung, der Einsatz von Sprite-Graphiken sei lediglich bei stark frequentierten Internetseiten sinnvoll, ist nicht ganz zutreffend. Dabei wird oft nur auf die übermäßige Belastung des Webservers geschielt, die allzu voreilig als einzig mögliche Quelle für auftretende Performance-Probleme ausgemacht wird. Allerdings ist ein überlastetes Serversystem längst nicht der einzige Flaschenhals, der einer zügigen Auslieferung einer Website im Wege steht.

Zu recht hohen Latenzzeiten kann es auch bei einem Internetauftritt kommmen, der nur wenige Besucher – und schon gar nicht mehrere gleichzeitig – erhält. Zwar kann der Grund für lange Ladezeiten in einem überlasteten Server liegen, aber auch hier ist in den meisten Fällen nicht ein schlecht angebundener oder hoffnungslos mit Internetseiten überbelegter Webserver das Problem. Vielmehr spielt die Struktur der angeforderten HTML-Datei eine entscheidende Rolle. Enthält eine Internetseite beispielsweise eine Vielzahl von extern eingebundenen Seitenelementen, so muss der Webbrowser jedes einzelne Bild und alle anderen extern eingebundenen Elemente mit einem getrennten HTTP-Request nachladen. Die Anzahl der in die Seite eingebundenen externen Seitenelemente – etwa Stylesheets, Script-Dateien oder Graphiken – und die Dateigrößen der einzelnen Dateien wirken sich auf die Ladezeit aus und sind oft auch der Grund für eine schlechte Website-Performance.

Mit Hilfe von Sprites lässt sich die Anzahl der benötigten externen Seitenelemente reduzieren und sehr kleine Rastergraphiken zu einer größeren Datei zusammenfassen. Dies führt dazu, dass zum Einen weniger zeitraubende Anfragen an den Server gestellt werden müssen und zum Anderen die Effektivität der Datenübertragung gesteigert wird. Das liegt daran, dass sich gerade bei sehr kleinen Dateien der zur Übertragung benötigte Overhead – Aufwand des Sendens von Request- und Response-Header sowie die Client-Server-Abstimmung für jede einzelne Datei – negativ auf die Ladezeit auswirkt.

Aufgrund der Tatsache, dass Browseranwendungen nur wenige gleichzeitige Verbindungen zum Server aufbauen, werden zu einem Zeitpunkt nur wenige (meist zwischen zwei und vier) Dateianfragen gleichzeitig abgearbeitet. Alle über diese Grenze hinaus gehenden Dateianfragen werden sequenziell auf den möglichen Verbindungen abgearbeitet – es bildet sich eine Warteschlange und erst nach deren vollständiger Abarbeitung kann die Seite wie gewünscht dargestellt werden. Hinzu kommt, dass gerade bei kleinen Bilddateien die für die Header zu übertragende Datenmenge größer ist als die zu versendenden Nutzdaten.

Auch wenn eine Homepage nur wenige Besucher hat und der Webserver dementsprechend wenige Anfragen unterschiedlicher Seitenbesucher beantworten muss, bringen Sprite-Graphiken deutliche Vorteile. So lässt sich nicht nur die Latenzzeit bis zur vollständigen Darstellung des Seiteninhalts – und der darin integrierten graphischen Elemente – unter Verwendung von Sprites erheblich reduzieren. Ein zusätzlicher Vorteil von Sprites ist der, dass gerade bei vielen kleinen Bildern eine Reduktion des zu übertragenden Traffics erreicht werden kann. Es werden also grundsätzlich geringere Datenvolumina zur Seitenauslieferung benötigt.

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